Erwartungen für die kommenden fünf Zinsentscheide
| Zinsentscheid | 2,25%aktueller Satz | 2,50%+25 bp | 2,75%+50 bp | 3,00%+75 bp | 3,25%+100 bp |
|---|---|---|---|---|---|
| 10. September 2026in 26 Tagen | 6% | 94% | — | — | — |
| 29. Oktober 2026in 75 Tagen | 5% | 78% | 17% | — | — |
| 17. Dezember 2026in 124 Tagen | 3% | 43% | 46% | 8% | — |
| 4. Februar 2027in 173 Tagen | 2% | 37% | 46% | 14% | 1% |
| 18. März 2027in 215 Tagen | 2% | 28% | 44% | 22% | 4% |
Berechnet aus Terminkursen, Stand 14. August 2026
Wie oft lag der Markt daneben?
Kurz vor der Sitzung lag der Markt fast immer richtig, Monate vorher deutlich seltener. Der Vergleich mit dem tatsächlichen Zinsverlauf zeigt, wie groß der Unterschied ist.
Zum Rückblick →Der Zinsentscheid am 10. September 2026
Wie sich die Erwartung für diesen Termin über die letzten Wochen verschoben hat, und welches Zinsniveau noch wahrscheinlich sein könnte.
Zur Detailseite →Der erwartete Zinspfad
Der vom Markt erwartete Zinsverlauf in den kommenden Monaten.
Zum Zinspfad →Methodik
Achtmal im Jahr entscheidet der EZB-Rat über die Leitzinsen. Diese Seite zeigt den Einlagensatz, den wichtigsten der drei Leitzinsen, weil sich Tagesgeld- und Geldmarktzinsen an ihm orientieren. Dargestellt wird die Markterwartung für die kommenden Zinsentscheide.
Diese Erwartung lässt sich aus den Kursen von Terminkontrakten auf den europäischen Tagesgeldzins €STR ablesen. Wer dort kauft oder verkauft, legt sich auf einen Zinssatz fest und setzt eigenes Geld darauf.
Jeder Kontrakt deckt den Zeitraum zwischen zwei Ratssitzungen ab. Der Kursunterschied zwischen dem Kontrakt vor und dem nach einer Sitzung zeigt daher, wie viel Zinsänderung der Markt für genau diesen Entscheid eingepreist hat. Geteilt durch die übliche Schrittweite von 25 Basispunkten ergibt sich daraus die Wahrscheinlichkeit eines Zinsschritts. Für weiter entfernte Termine werden die Verteilungen aller dazwischenliegenden Entscheide miteinander verkettet. Aktualisiert wird zweimal pro Börsentag. Zur vollständigen Methodik →
Solche Prognosen sind so verlässlich wie ein Wetterbericht: kurzfristig meist treffend, auf lange Sicht zunehmend unsicher, weil unvorhergesehene Ereignisse die Erwartung jederzeit verändern können. Wie genau die Prognosen bisher waren, zeigt der Abschnitt Prognose vs. Realität: Dort steht jede frühere Erwartung neben dem tatsächlichen Zinsverlauf.